Geschichte

Portugal war eine eigenständige Grafschaft „Conado Portucalense“.      ( Grafschaft Portucale )
König Afonso VI. von Kastilien schenkte Heinrich (Henrique) von Burgund
1097 für seine Verdienste auf dem Schlachtfeld seine uneheliche Tochter Teresa und die Grafschaft Portucale.

Am 25. Juli 1139 besiegten die Portugiesen in der Schlacht von Ourique die Mauren und sein Sohn Afonso I. wurde
1139 gegen den Willen von Kastilien zum ersten König von Portugal gekrönt. Seitdem versuchten die Spanier im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Portugal zu erobern. Zeugnis dafür sind die 50 portugiesischen Festungen entlang der Grenze zu Spanien.
1143 erkannte der König von Kastilien und Léon das Königreich Portugal im Vertrag von Zamora an und
1179 tat das auch der Papst Alexander III.

1250 sind die Mauren vollständig aus Portugal vertrieben und die Landesgrenze haben bis auf ein paar kleine Änderungen bis heute bestand. Somit ist Portugal das älteste Land in Europa, dass ihre Grenzen so beibehalten hat.

1276 wurde Petrus Juliani (Pedro Julião) bis heute der einzige Portugiese Papst der katholischen Kirche. Er besetzte das Amt als Johannes XXI. bis zu seinem Tode 1277. (8 Monate und 12 Tage)

1290 gründete der portugiesische König Dionysius die erste Universität in Coimbra.

1294 unterschrieben Portugal und England den ersten Handelsvertrag.

1312 wurde der Templerorden vom Papst Clemens V. aufgelöst.
1319 gab König Dionysius von Portugal den Rittern ein neues Zuhause und nannte den Orden in „Christusorden“ um.

1347 bis 1353 wütete die Pest in Portugal und raffte fast die Hälfte aller Einwohner nieder.

1380 kamen englische Truppen in Portugal an, um gemeinsam gegen das Heer von Kastilien zu kämpfen. Wieder einmal mehr versuchten die Spanier Portugal zu erobern.
Am 14. August 1385 kam es zur entscheidenden Schlacht bei Aljubarrota und sicherte Portugals Unabhängigkeit. Das war der Grundstein des heutigen Portugals und war vielleicht das wichtigeste Ereignis in der Geschichte.
Den Sieg verdankten die Portugiesen dem militärisch- und taktischen Genie Nuno Àlvares Pereira. Trotz Unterzahl und einer schlechter ausgerüsteten Armee konnten die Soldaten das Heer von Kastilien besiegen. Wegen seiner großen Frömmigkeit wurde Nuno Àlvares Pereira vom Papst Benedikt XVI. am 26. April 2009 heiliggesprochen.

1385 soll eine Bäckerin nach der Schlacht von Aljubarrota sieben flüchtige Soldaten mit einer Brotschaufel erschlagen haben.
Ihr zu Ehren wurde in Aljubarrota ein Denkmal gesetzt.

1386 unterzeichneten Portugal und England den Windsor Vertrag,
wodurch das Luso-Britanische Bündnis entstand.
Dieser Vertrag ist die älteste, verbriefte Allianz der Weltgeschichte.

Am 4. März 1394 wurde
Prinz Heinrich der Seefahrer in Porto geboren.
Er gehört zweifellos zu den berühmtesten Portugiesen aller Zeiten, obwohl er gar kein Seefahrer war, aber dank seines Ehrgeizes wurde Portugal eine See- und Kolonialmacht und mit ihm begann die europäische Expansion. Er gilt als Organisator der Entdeckungsfahrten nach:
Madeira, Azoren, Kap Bojador, Cabo Branco (Kap Blanc), Kap Verde, Guinea Bissau bis Sierra Leone.
Sein Denkmal steht im Padrão dos Descobrimentos bei Lissabon.

1415 eroberten die Portugiesen Ceuta, ihre erste Überseeprovinz. Ceuta wurde 1668 als Ergebnis des Restaurationskrieges im Frieden von Lissabon an Spanien abgetreten.

1418 nahmen die Seefahrer João Goncalves Zarco und Tristão vaz Teixeira die Insel Madeira in Besitz und 1420 wurde sie von den Portugiesen besiedelt.
João Goncalves Zarco : geboren 1380 und † 1467.
Sein Denkmal steht heute in Funchal.
Tristão vaz Teixeira : geboren 1395 und † 1480 in Silves an der Algarve.

1419 wurde Prinz Heinrich der Seefahrer zum Gouverneur der Algarve benannt.

1427 nahm der Seefahrer Diogo de Silves die Azoren für Portugal in Besitz und 1431 begann man dort mit der Kolonisation.

1434 umschiffte der Seefahrer Gil Eanes das legendäre Kap Bojador, das bis dahin für unpassierbar gehalten wurde. Sein Denkmal steht heute in Lagos.

1444 entdeckte Nuno Tristão die unbewohnten Kapverdischen Inseln.
1462 begann man mit der Kolonisation der Inseln.
1441 segelte er bis zum Kap Blanc und
1444 erreichte er das heutige Senegal.
Nuno Tristão starb 1446 in Gambia.
Er ist auf alten 50 Escudo Banknoten abgebildet.
Kap Verden erlangte 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal.

1446 entdeckte Ãlvaro (Antõnio) Fernandes Guinea Bissau. Guinea Bissau wurde 1974 unabhängig von Portugal.

1451 bis 1454 kam es mal wieder zum bewaffneten Konflikt zwischen Portugal und Kastilien. Kastilien befürchtete auf die bisher erforschten Gebiete von möglichen Reichtum abgeschnitten zu werden. Papst Nikolaus der V. griff in den Konflikt ein. Kastilien erhält die Kanaren und Portugal die Eigentumsrechte von Kap Bojador bis zur Südspitze Afrikas.

Am 13. November 1460 stirbt Prinz Heinrich der Seefahrer in Sagres.

1471 entdeckte der Seefahrer João de Santarém Annobón in Äquatorialguinea.

1471 entdeckte der Seefahrer Fernão Pó die Insel Bioko in Äquatorialguinea, welche bis 1973 seinen Namen trug. 1777 und 1778 verzichtete Portugal zugunsten Spaniens auf die Inseln Fernão Pó und Annobón. Im Austausch verzichtete Spanien auf Teile des späteren Brasiliens.

1471 entdeckte der Seefahrer João de Santarém die unbewohnten Inseln Sao Tomé und Principe. Sao Tomé und Principe erlangte 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal.

1482 gründete der Seefahrer Diogo de Azambuja einen Handelsposten an der Goldküste im heutigen Ghana und legte damit den Grundstein für das spätere Fort São Jorge da Minha ( Elmina ). Das Fort Elmina wurde zum wichtigsten Stützpunkt an der westafrikanischen Küste. Diogo de Azambuja war der erste portugiesische Gouverneur von Elmina. Er regierte das Fort von 1482 bis 1484. 1508 eroberte er die Stadt Safi in Marokko und war bis zu seinem Tode 1518 dort Gouverneur.

1482 erreichte der Seefahrer Diogo Cão als erster Europäer Angola. 1576 wurde die heutige Hauptstadt Luanda gegründet und Angola wurde offiziell eine portugiesische Kolonie. Angola erlangte 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal.

1488 umschiffte der Seefahrer Bartolomeu Dias als erster Europäer die Südspitze Afrikas. ( Kap der guten Hoffnung ) Am 29. Mai 1500 starb er beim Versuch das Kap erneut zu umsegeln. Bartolomeu Dias, geboren 1450 an der Algarve wurde leider nur 50 Jahre alt.

1494 schlossen Papst Alexander VI. und die Könige von Portugal und Kastilien in Tordesilas ein Vertrag zur Aufteilung der Welt. Jedem der die Tordesilas-Linie missachtete, drohte der Papst mit der Exkommunikation.

1495 bestieg König Manuel I. (der Glückliche) den Thron von Portugal.
In seiner Zeit erlebte Portugal das „goldene Zeitalter“ und wurde zum reichsten Land der Welt. Er nannte sich König von Portugal und der Algarve, Herr der Eroberungen, der Seefahrt und des Handels mit Indien, Äthopoien, Arabien und Persien. Portugiesisch: Rei de Portugal e dos Algarves e Senhor da conquista, navegação, e comércio da India, Etiópia, Arábia e Pérsia. Durch seinen Reichtum errichtete König Manuel phantastische Bauten im nach ihm benannten Manuelinischen Stil, der bis heute seine Gültigkeit nicht verloren hat.
König Manuel I. wurde am 31. Mai 1469 in Alcochete geboren und starb am 13. Dezember 1521 in Lissabon. Er wurde nur 52 Jahre alt.

1495 entdeckte der Seefahrer João Fernandes Lavrador, die nach ihm benannte nordamerikanische Halbinsel Labrador. ( Terra de Lavrador )

1497 entdeckte der Seefahrer Pedro da Covilhão Mosambik.  Mosambik erlangte 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal.

Im Sommer 1496 erhielt der Seefahrer Vasco da Gama den königlichen Auftrag die Schätze des Orients zu finden. Am 8. Juli 1497 startete er bis dahin die größte Expedition Portugals. Mit vier Schiffen und 150 Mann Besatzung machte er sich auf dem Weg.
1498 erreichte Vasco Kalikut in Indien und das große Ziel, den Seeweg nach Indien zu finden, hatte er damit erreicht.
1524 wurde er zum Vizekönig von Portugiesisch-Indien ( Estado da India ) ernannt. Vasco da Gama wurde 1469 in Sines geboren und starb am 24.12. 1524 in Indien.
Er gehört zweifellos zu den berühmtesten Seefahrern Portugals. In Goa (Indien) wurde eine Stadt nach ihm benannt und in Brasilien trägt ein Fußballklub seinen Namen. Die längste Brücke in Europa, ( 17,2 Kilometer ) die über den Tejo gebaut wurde, heißt “ Ponte Vasco da Gama „.

1500 entdeckte der Seefahrer Gaspar Corte Real Neufundland. Er nannte es Terra Verde. ( Grünland ) Zu seinen Ehren steht heute eine Statue in Neufundland.

1500 entdeckte der Seefahrer Pedro Ãlvares Cabral Brasilien und landete in der heutigen Stadt Porto Seguro im Bundesstaat Bahia.
1533 begann man mit der Kolonisation von Brasilien.
1680 wurde Rio de Janeiro Haupstatdt von Brasilien. Heute leben über 6 Millionen Menschen in Rio. Seit 1960 ist Brasilia die neue Hauptstadt von Brasilien.
1815 wurde der Koloniestatus Brasiliens beendet und das “ Vereinigte Königreich “ ( Reino Unido ) von Portugal, Brasilien und der Algarve proklamiert und Rio de Janeiro wurde Hauptstadt des Gesamtreiches.
1822 wurde Pedro I., Sohn von König João VI., Kaiser von Brasilien.
1891 wurde in Brasilien die Republik ausgerufen.

1500 entdeckte der Seefahrer Diogo Dias Madagaskar.

1502 erstellte der portugiesische Kartograph die wichtigste Karte der Geschichte. ( de Cantino ) Sie ist das moderne Gesicht der Welt, so wie wir sie heute kennen.

1503 errichteten die Portugiesen in Cochin die erste europäische Festung ( Fort Manuel ) auf dem indischen Subkontinent.
1505 (bis 1509) war Francisco de Almeida erster Vizekönig von Portugiesisch-Indien. ( Estado da India ) Unter dem Kommando von Francisco de Almeida wurde die Seeschlacht 1509 von Diu gegen eine vereinigte ägyptisch-arabisch-indische Flotte gewonnen und so errang Portugal für lange Zeit die Seeherrschaft im westlichen indischen Ozean. Francisco de Almeida: geboren 1450 in Lissabon und † am 1. März 1510 am Kap der guten Hoffnung.
Ab 1510 war Goa die Hauptstadt von Portugiesisch-Indien. 1961 marschierte die indische Armee in den letzten indischen Kolonien        ( Goa, Diu und Damão ) ein.

1503 landete der Seefahrer Ruy Lourenco Ravasco auf Unguja             ( Sansibar/Tansania ). Er baute dort die erste Handelsstation. 1505 ging Sansibar vollends in portugiesischen Besitz und 1698 verloren sie diese an den Imam von Maskat.

1506 entdeckte der Admiral Tristão da Cunha die Insel Tristan da Cunha, die nach ihm benannt wurde. Er taufte die Insel selbst nach Ilha de Tristão da Cunha. Tristão da Cunha: geboren 1460 in Lissabon und † 1540.

1509 erkundete der Seefahrer Diogo Lopes de Sequeira die Insel Sumatra, die Stadt Malakka, die Insel Ternate (Molukken). Von 1518 – 1522 war er Gouverneur von Portugiesisch-Indien.
Diogo Lopes de Sequeira: geboren 1465 in Alandroal, Portugal und † 1530.

1510 eroberte der Seefahrer Afonso de Albuquerque Goa in Indien,
1511 Malakka in Malaysia ( 1642 musste Portugal Malakka an die Niederlande abtreten.) Und 1515 die Insel Ormuz (heute: Hormuz in Oman) und errichtete dort eine Festung. 1622 verloren sie die Festung auf Hormuz an den persischen Schah „Abbas der Große“. Afonso de Albuquerque war von 1509 bis 1515 Gouverneur von Portugiesisch-Indien. Sein Denkmal steht im Padro dos Descobrimentos bei Lissabon. Afonso de Albuquerque: geboren 1453 in Alhandra nahe Lissabon und † am 16. Dezember 1515 auf Reede vor Goa.

1512 entdeckte der Seefahrer Pedro Mascarenhas
Die Inselkette Maskarenen im indischen Ozean, welche
nach ihm benannt wurde. Er war von 1554 – 1555 Vizekönig von Portugiesisch-Indien. Pedro Mascarenhas: geboren 1484 in Mértola (Portugal) und † am 23. Juni 1555 in Goa.

1515 entdeckte der Seefahrer Antonio de Abreu Timor. Er gilt auch als Entdecker von Ambon, Seram, den Banda-Inseln und Alor.
1640 kamen die Niederländer nach Timor und nach langwierigen Auseinandersetzungen einigten sich die Niederlande und Portugal 1851 Timor zu teilen. Der östliche Teil der Insel gehörte Portugal, der westliche Teil die Niederlande. Ost- Timor erklärte sich 1975 unabhängig von Portugal. Neun Tage später marschierte die indonesische Armee in Ost- Timor ein. 24 Jahre später (2002) wurde Ost-Timor unabhängig.

1516 entdeckten die Portugiesen Macao.
China erlaubte den Portugiesen die Errichtung einer Ansiedelung. 1999 gab Portugal die Souveränität an China zurück.

1519 – 1522 war der Seefahrer Duarte Pacheco Pereira Gouverneur von Elmina. Duarte Pacheco Pereira: geboren 1469 in Lissabon und † 1533 auch dort. Er war hoch gebildet und ihm gelang es annähernd korrekte Gradeinteilungen der Meridiane mit einer Fehlerabweichung von unter 4% zu berechnen. 1498 reiste er schon an der brasilianischen Küste bis zum Mündungsgebiet des Amazonas entlang. Er war somit der erste Europäer, der Brasilien betrat.
1504 gelang ihm ein entscheidender Sieg über den Herrscher von Kalikut und damit sicherte er Portugals Präsenz in Indien.
1508 beauftragte ihn der König jagd auf den französischen Korsaren Mondragon zu machen, den er 1509 am Kap Finisterre schlug und gefangen nahm. Nationaldichter Luis de Camões bezeichnete ihn im 10. Gesang seiner Lusiaden als Aquiles Lusitano. ( den portugiesischen Achilles )

1519 entdeckte der Seefahrer Cristóvão de Mendonça als erster Europäer Australien.

1521 unternahm der Portugiese Fernão de Magalhães im Auftrag der spanischen Krone die erste Weltumseglung.
Auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien westwärts, entdeckte er die nach ihm benannte Magellanstrasse. 1521 stirbt Magellan auf den Philippinen. Wahrscheinlich wurde er von Kannibalen getötet. Der Spanier Elcano setzte die Reise fort und beendete die erste Weltumseglung. Somit wurde bewiesen, dass die Erde keine Scheibe ist, was die Menschen bis dato glaubten.
Fernão de Magalhães: geboren 1480 in Sabrosa und † am 27. April 1521 auf Mactan (Philippinen).

1526 entdeckte der Seefahrer Jorge de Meneses Neuguinea. Er benannte das Gebiet samt den darum liegenden Inselgruppen „Islas do Papua“.

1529 kurz nach Magellans Entdeckungen kam es zwischen Spanien und Portugal zu Konflikten um die Molukken, da beide Nationen die Gewürzinseln gemäß dem Vertrag von Tordesillas (1494) für sich beanspruchten. Im Vertrag von Saragossa wurde die Demarkationslinie neu festgelegt. Portugal behält die Molukken.

1532 gründete der Seefahrer Martim Afonso de Sousa die erste Siedlung in São Vicente (São Paulo) in Brasilien. 1542 bis 1545 war er Gouverneur von Portugiesisch-Indien. Martim Afonso de Sousa: geboren 1500 in Vila Vicosa und † am 21. Juli 1571 in Lissabon.

1535 baute der Seefahrer Nuno da Cunha auf Diu in Indien eine Festung und sicherte sich die Macht durch seine Mäßigung gegenüber den Einwohnern. Diese Strategie hatte Portugal im Laufe seiner Geschichte immer verfolgt, weil sie nur daran interessiert waren die Gewürze nach Europa zu verschiffen, anstatt das dort ansässige Volk zu vertreiben. Deshalb reichten den Portugiesen Stützpunkte (Forts). Portugal hatte eh nicht so viele Einwohner, das sie jedes neu entdeckte Land besiedeln hätten können. 1539 wurde er seines Amtes enthoben und sollte nach Portugal zurück kehren. Auf der Heimreise verstarb er. Nuno da Cunha: geboren 1487 und † am 05. März 1539.

1536 entdeckte der Seefahrer Pedro Campus die Insel Barbados. Den Namen Barbados erhielt die Insel vom portugiesischen Entdecker. Er fühlte sich von drei herabhängenden Wurzeln der Feigenbäume an Bärte erinnert. ( os barbados = die Bärtigen )
1625 übernahm England die Insel von den Portugiesen.

1538 entdeckte der Seefahrer Diogo Rodrigues, die nach ihm benannte Insel, Rodrigues im indischen Ozean. Er war Kommandant des Forts von Goa und Gouverneur der Insel Salsette (später Mumbai). Diogo Rodrigues: geboren 1500 in Portugal und † am 21. April 1577 in Goa.

1542 erreichten die Portugiesen erstmals Nagasaki in Japan und veränderte damit die Geschichte Japans entscheidend. Die Ankunft der Portugiesen wird heute noch in Nagasaki gefeiert. 1571 errichteten die Portugiesen ihren ersten Handelsposten. 1638 mussten sie Japan wegen religiöser Konflikte verlassen.

1550 hatte Portugal gut 1 Million Einwohner.

1558 landeten die Portugiesen auf den Malediven. Nach nur acht Jahren wurden sie wieder vertrieben. Dieses Ereignis wird heute noch als Nationalfeiertag gewürdigt und der Anführer Mohammad Thakurufaan als Nationalheld verehrt.

1571 schrieb der große Dichter Portugals „Luis de Camões“ die Lusiaden, das bis heute als das portugiesische Nationalepos schlechthin gilt.

1578 greift der 24-jährige König Sebastiao I. mit 18.000 Soldaten die Araber in Nordafrika an und stirbt in der Schlacht von Alcazarquivir (Ksar-el-Kebir) in Marokko. Er hatte das Ziel sich als christlicher Kaiser des Maghreb salben zu lassen. Am Tag der Schande, den 4. August 1578, wurde das portugiesische Heer von den Mauren vernichtend geschlagen.
Es kam zur Katastrophe für Portugal.

15.000 Portugiesen, darunter 100 hohe Adlige gerieten in Gefangenschaft. Portugal musste dem größten Teil seines Staatsschatzes als Auslöse bezahlen. König Sebastiao I. fiel unverheiratet und kinderlos. Persönlich ist es mir unerklärlich, dass die portugiesische Führung einen so jungen König diese waghalsige Unternehmung gestattete und das er bis heute so verehrt wird. Immerhin stieß Sebastiao Portugal in den Abgrund. 60 Jahre lang gehörte Portugal zu Spanien. Zwei Jahre nach dem Tod von König Sebastiao verstarb Kardinal Heinrich und somit wurde König Philipp II. von Spanien, Enkel von Manuel I., auch König von Portugal.

1580 begann mit dem Aussterben des Königshauses Avis und der sich daraus ergebenden Personalunion mit Spanien ( bis 1640 ).
Das war der Niedergang der Kolonialmacht Portugal.
Viele Besitzungen verloren sie in dieser Zeit an die Niederlande und an England. Als Portugal von Spanien aus regiert wurde, war man automatisch in die Kriege der Spanier gegen England und gegen die Niederlande verwickelt. 1588 schlug eine Invasion gegen England fehl und der größte Teil der portugiesischen Flotte wurde zerstört. Fortan stand kein Schutz mehr für die Überseebesitzungen zur Verfügung.
Englische Flotteneinheiten überfielen Faro. Die neu gegründete britisch Ostindien Kompanie (1600) und die niederländische Ostindien Kompanie (1602) bemächtigte sich vielen portugiesischen Stützpunkten im fernen Osten. Zum Nachteil von Portugal folgten noch eine dänische, schwedische und eine französische Kompanie.

1624 griffen die Niederländer Brasilien an.
1630 eroberten die Niederländer die Stadt Olinda und legten damit den Grundstein zur Kolonie Niederländisch-Brasilien. (Neu-Holland)
1649 kam es zur zweiten Schlacht bei Guararapes. 1.000 Niederländer verloren dabei ihr Leben gegenüber 47 Portugiesen. Der Krieg zog sich noch bis 1654 hin, bis die niederländische Garnison kapitulierte. Damit war neu-Holland wieder in portugiesischem Besitz.
1663 kam es zum endgültigen Friedensschluss zwischen Portugal und Niederlande.

Infolge der Steuererhöhungen und der verheerenden Rückschläge im Handel und in der Wirtschaft kam es längst zu einer antispanischen Stimmung.
1640 proklamierte man João de Braganca (João IV.) zum portugiesischen König und beendete damit die Verbindung mit Spanien. Spanien erkannte den neuen König João IV nicht an und wollte die spanische Herrschaft in Portugal wiederherstellen.
1644 kam es zum ersten Zusammenstoß portugiesischer und spanischer Truppen in der Schlacht bei Montijo und
1659 konnte das portugiesische Heer auch die Schlacht von Elvas gewinnen. Spanien war aber zur dieser Zeit noch im Krieg gegen Frankreich und konnte sich nicht weiter um Portugal kümmern.
Erst als Frankreich und Spanien Frieden schlossen griff Spanien    1661 Portugal erneut an.
1661 kamen englische und französische Soldaten nach Portugal. Die finanziellen Kosten für die Söldner waren sehr hoch und belasteten den portugiesischen Fiskus lange Zeit. Oberbefehlshaber von 10.000 Infanteristen und 5.000 Kavalleristen war der bewährte Marschall Friedrich von Schomberg.

1661 begann der Restaurationskrieg in Portugal.
1665 in der letzten entscheidenden Schlacht bei Montes Claros erlitten die Spanier eine schwere Niederlage und zogen sich aus Portugal zurück. In den folgenden Jahren kam es zu keinen größeren Kampfhandlungen.
1668 wurde der Friedensvertrag zwischen Portugal und Spanien in Lissabon besiegelt. Spanien verzichtet auf die Thronansprüche in Portugal und erkennt Portugals Souveränität an. Im Gegenzug tritt Portugal Ceuta und Isla del Perejil an Spanien ab.

1703 schlossen Portugal und England den Methuen Vertrag. England erhielt Exporterleichterungen für seine Wollwaren und senkte dafür die Einfuhrzölle auf portugiesischen Wein. Trotz des damit einsetzenden Portwein-booms hatte Portugal das Nachsehen. Englische Wollwaren überschwemmten den portugiesischen Markt, wodurch die Absatzmöglichkeiten heimischer Manufakturen sanken. Dafür erschien der Weinbau in der Douro-Region so lukrativ, dass viele Landbesitzer anstatt Getreide nur noch Wein anbauten. Portugal bezog von den Briten bald nicht nur Wollwaren, sondern auch Getreide, sogar in kleinen Mengen Butter und Fisch. Um ihr Handelsdefizit auszugleichen bezahlten die Portugiesen die Importe mit dem Gold aus Brasilien.

1709 wurde die Ajuda-Brücke in Olivença im spanischen Erbfolge- Krieg zerstört. Noch heute kann man und die Ruinen der zerstörten Brücke sehen.

1755 zerstörte ein großes Erdbeben Lissabon, Faro und viele andere Städte an der Algarve fast vollständig.

1774 baute Marques de Pombal, der Premierminister
von José I , Lissabon wieder auf. Nach demselben Muster lässt er an der Mündung des Rio Guadiana den Ort Vila Real de Santo Antõnio errichten.

1780 hatte Portugal 3 Millionen Einwohner.

1800 baute der Bischof Francisco Gomes de Avelar, das vom Erdbeben zerstörte Faro, wieder auf und regt an der gesamten Algarve eine Reihe ähnlicher Bauvorhaben an.

1801 Spanien erklärte Portugal mal wieder den Krieg (Orangen-Krieg) und eroberte einige südportugiesische Städte.
Noch im gleichen Jahr kam es zum Frieden von Badajoz. Portugal bekam mit Ausnahme von Olivença die besetzten Orte zurück. Auf dem Wiener Kongress 1815 verpflichtete sich Spanien Olivença an Portugal zurück zu geben. Gut 200 Jahre später ist dieses Versprechen immer noch nicht von Spanien eingelöst worden.

1806 befand sich Portugal außenpolitisch in einer schwierigen Situation. Die Allianz zu England brachte unweigerlich die Gegnerschaft der Staaten Spanien und Frankreich mit sich. Frankreichs Kaiser Napoleon wollte das Portugal an der Kontinentalsperre teilnimmt. Die portugiesische Korne verhielt sich loyal zu England und kam der Aufforderung nicht nach und so erlebte Portugal drei französische Invasionen.

1807 – 1. Französische Invasionen
Bevor die französische Armee im November Lissabon eroberte, floh der König mit rund 15.000 Menschen (die Aristokratie des Landes, die Führungsschichten aus Klerus, Handel und Großgrundbesitz) nach Rio de Janeiro. Zum ersten und einzigen Mal in der Weltgeschichte verlagerte eine Kolonialmacht die Hauptstadt ihres Reiches in die Kolonie. Portugal wurde von Rio de Janeiro aus regiert.

1808 im August landete eine von Sir Arthur Wellesley (dem späteren Herzog Wellington) angeführte englische Armee in Portugal. Im September fügten sie zusammen mit dem portugiesischen Heer den Franzosen in den Schlachten von Rolica und Vimeiro zwei entscheidende Niederlagen zu. Noch im gleichen Monat unterschrieben die Franzosen in Sintra einen Friedensvertrag. Die gesamte französische Armee wurde mitsamt Ausrüstung nach Frankreich gebracht.

1809 – 2. Französische Invasionen
Die französische Armee fiel in Nord-Portugal ein, aber zog sich schon bald wieder zurück.

1810– 3. Französische Invasionen
Mit 60.000 Soldaten marschierte das französische Heer abermals bis kurz vor Lissabon. Nach fünf Monaten Belagerung traten die Franzosen ihren Rückzug an. Im Oktober 1811 verließen sie dann ganz das portugiesische Territorium

1811 der Krieg wirkte sich verheerend auf Portugal aus.
Der Handel und die Landwirtschaft lagen danieder.
Die Hungersnöte kosteten weit mehr Menschen das Leben, als bei den gesamten Kampfhandlungen. Die Zerstörung und Plünderung des Krieges war der Kollaps des ohnehin geschwächten Portugals.
Aber auch als Portugal am Boden lag, Kriege, die Pest und Erdbeben hinnehmen musste, muss man doch zugestehen, welch tapfere Menschen dieses Land besiedelten. Portugal blieb unabhängig und frei! Mich erfüllt das mit großer Ehrfurcht und Stolz.

Am 24. August 1820  brach in Porto die erste Revolution aus. Die Portugiesen gaben sich die erste freie Verfassung ihrer Geschichte.

1832 bis 1834 tobte in Portugal der Bruder- und Bürgerkrieg                  ( Miguelistenkrieg ) in Portugal zwischen den liberalen Anhängern Pedros und den absolutistischen Anhängern Miguels. Pedro siegte und wurde neuer König Pedro IV. von Portugal.

1835 hatte Portugal 3 Millionen Einwohner.

1867 wurde die Todesstrafe in Portugal abgeschafft.

1869 wurde in Portugals Kolonien die Sklaverei abgeschafft.

Von 1900 – 1974 verließen 2,5 Millionen Portugiesen ihr Land.

1910 König Emanuel II. dankte ab und ging ins Exil nach England. Damit endete die Monarchie in Portugal.

Am 5. Oktober 1910 wurde Portugal eine Republik.

1910 bis 1926 erlebte Portugal in den ersten Jahren der Republik:        9 Staatspräsidenten, 45 Regierungen, 20 Putsche und hunderte von Bombenanschlägen.

1911 hatte Portugal 5,5 Millionen Einwohner.
2,5 Millionen Berufstätige
58 % in der Landwirtschaft – 25 % in der Industrie
und 17 % in der Dienstleistung.

Am 13. Mai 1917 hatten drei Hirtenkinder eine Erscheinung. Sie sahen die Jungfrau Maria, die ihnen drei Geheimnisse anvertraute. So wurde Fátima zu einem bedeutenden katholischen Wallfahrtsort.  Am Vorabend und morgens den 13.  Kalendertages versammeln sich heute noch über 200.000 Pilger auf dem größten Kirchenplatz der Welt.

Antonio de Oliveira Salazar:
Geboren am 28. April 1889 in Santa Comba Dão
und † am 27. Juli 1970 in Lissabon.
1928 holte der General Antõnio Oscar de Fragoso Carmona, der die erste portugiesische Republik durch eine Militärdiktatur ersetzt hatte, als Finanzminister Antonio de Oliveira Salazar in die Regierung.
Salazar hatte alle Freiheiten und schaffte durch ein riesiges Sparprogramm den Staatshaushalt auszugleichen und sämtliche Auslandsschulden zu begleichen. 1932 wurde Antonio de Oliveira Salazar Staatspräsident und regierte von da an Portugal diktatorisch.

1949 Portugal gehörte zu den Gründungsmitgliedern der NATO.

1949 erhilet António Egas Moniz (1874-1955) den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des therapeutischen Wertes der präfrontalen Leukotomie bei gewissen Psychosen.

1955 Portugal tritt in die vereinten Nationen
(UNO) bei.

1961 begannen die
bewaffneten Auseinandersetzungen mit
den Unabhängigkeitsbewegungen in den
afrikanischen Kolonien.

1961 gewann Benfica Lissabon
( Sport Lisboa e Benfica ) den Fußball Europapokal
der Landesmeister gegen FC Barcelona mit 3:2

1962 gewann Benfica Lissabon
( Sport Lisboa e Benfica ) den Fußball Europapokal
der Landesmeister gegen Real Madrid mit 5:3

1966 Portugal wurde Dritter bei der
Fußballweltmeisterschaft in England.

1968 Antonio de Oliveira Salazar erkrankte
schwer und Marcelo Caetano wurde
neuer Premierminister Portugals.

Viele portugiesische Soldaten verloren in den
Kolonialkriegen ihr Leben. Der Krieg verschlang
die Hälfte des Staatshaushaltes. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wuchs und so begann am 25. April
1974 um 0:30 Uhr die Nelkenrevolution in Portugal.
Man nannte diese so, weil die Portugiesen
den Soldaten rote Nelken in den Gewehren steckten.
Eine andere Art der Revolution hätte ich mir von meinen friedliebenden Portugiesen auch nicht vorstellen können.

1976 trat die erste demokratische Verfassung
In Portugal in Kraft und am 25. April fanden die ersten freien Parlaments – und Präsidentschaftswahlen statt.

1976 wurde Portugal im Europarat aufgenommen.

Seit 1979 steht mit dem steuerfinanzierten Serviço Nacional de Saúde allen Einheimischen und Besuchern ein, bis auf meist geringe Zuzahlungen, weitgehend kostenloses Gesundheitssystem zur Verfügung,

1984 Carlos Lopes gewann die erste Goldmedaille
bei den olympischen Sommerspielen für Portugal.
In Los Angeles war er der schnellste
Marathon-Läufer der Welt.

1985 hatte Portugal 9,85 Millionen Einwohner.
4,7 Millionen Berufstätige
20 % in der Landwirtschaft – 30 % in der Industrie
und 50 % in der Dienstleistung.

1986 wurde Portugal Mitglied in der europäischen Union.

1987 gewann der FC Porto ( Futebol Clube do Porto )
den Fußball Europapokal der Landesmeister
gegen FC Bayern München mit 2:1.

1988 gewann Rosa Mota als erste Frau für
Portugal eine Goldmedaille bei den
olympischen Sommerspielen in Seoul.
Sie war die schnellste Marathonläufern der Welt.

1989 wurde Portugal erstmals als
Industrieland klassifiziert.

1996 Gründung der CPLP –
Die Gemeinschaft der portugiesischen Länder.
( Comunidade dos paises de lingua portuguesa )
Mitglieder sind:
Angola
Brasilien
Kap Verden
Osttimor (Beitritt 2007)
Guinea-Bissau
Mozambique
Portugal
São Tomé und Principe

Die Mitgliedsstaaten haben zusammen mehr als
220 Millionen Einwohner und umfassen eine Fläche von über 10 Millionen km² und sind zusammen etwas grösser als die USA oder Kanada.

1996 holte Fernanda Ribeiro Gold bei den
olympischen Sommerspielen in Atlanta.
Sie war die schnellste Frau der Welt über 10.000 Meter.

1998 bekam der Portugiese José Saramago
den Nobelpreis in Literatur.

Am 20. Dezember
1999 trat Portugal seine letzte Kolonie Macau an China ab.

2004 gewann der FC Porto ( Futebol Clube do Porto )
die Fussball Champions League gegen
As Monaco mit 3:0

2004 Portugal wurde Fußball Vize-Europameister
im eigenen Land.
Im Finale unterlag man Griechenland mit 0:1

2004 bis 2014 wurde Barroso für zwei Amtszeiten Präsident der Europäischen Kommission.
José Manuel Durão Barroso wurde am 23. März 1956 in Lissabon geboren.

2008 holte Nélson Évora Gold bei den olympischen Sommerspielen in Peking. Er sprang im Dreisprung am weitesten.

Ende 2008 wurde die Bevölkerung auf 10.627.250 Personen geschätzt. Damit hat sich die Bevölkerung seit 1900 verdoppelt.

2009 liegt die Lebenserwartung in Portugal mit 79 Jahren inzwischen über dem europäischen Mittelwert von 77 Jahren. Mit 3,33 Ärzten pro 1000 Einwohner befindet sich der medizinische Versorgungsgrad in Portugal weltweit auf dem 28. Rang

2011 bildet das Portugiesische Heer (port. Exército Português) mit 26.700 Soldaten die Heereskomponente der portugiesischen Streitkräfte.
Die Marinha Portuguesa (deutsch: Portugiesische Marine) ist die Seestreitmacht der Republik Portugal. Sie hat eine Personalstärke von etwa 10.400 Männern und Frauen, darunter gut 10% Offiziere und inklusive ca. 1500 Angehörigen der Marineinfanterie. Die Marine besitzt u.a. drei Kriegsschiffe, zwei Lenkwaffenfregatten und zwei Jagd-U-Boote.
Die Força Aérea Portuguesa (FAP) sind die Luftstreitkräfte der Republik Portugal. Sie haben eine Personalstärke von etwa 6500 Männern und Frauen. Die Luftwaffe besitzen u.a. 29 Mehrzweckkampfflugzeuge (F-16 Fighting Falcon).

2015  besuchten 17 Millionen Touristen Portugal und gehört damit zu den meistbesuchten Ländern der Welt. Die häufigsten Reiseziele sind die Algarve und die Region um die Hauptstadt Lissabon.

2016 wurde Portugal Fußball Europameister in Frankreich.
Im Finale gewann man gegen Frankreich mit  1 : 0 nach Verlängerung.

 

 

 

Quellen:

Wikepedia (Internet)

Geschichte Portugals (Buch)
Autor: Walther L. Bernecker und Horst Pietschmann
Verlag: C.H.Beck

Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs (Buch)
Autor: A.H.de Oliveira Marques
Verlag: Kröner

Portugal (Buch)
Verlag: Merian

Portugal  (Buch)
Autor: Yves Bottineau
Verlag: Andreas Zettner

 

 

 

 

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